Auer Wappen Bayerisches Rotes Kreuz Bereitschaft Au/Hallertau Rotes Kreuz

BRK-Bereitschaft Au blickt auf ein ereignisreiches Jahr 2010 zurück

Ehrung langjähriger Mitglieder Bereitschaftsleiter Konrad Hofmaier gab in der Jahreshauptversammlung Anfang Februar einen aufschlussreichen Bericht über Tätigkeiten und Veranstaltungen des vergangenen arbeitsreichen Jahres bekannt. Bürgermeister Karl Ecker, stlv. Kreisbereitschaftsleiter Gerhard Kapfhammer und Pressevertreter waren gekommen, um ihre Verbundenheit mit der örtlichen Bereitschaft zu signalisieren und den Mitgliedern für ihre geleisteten Dienste an der Allgemeinheit zu danken. Kapfhammer lobte in seiner kurzen Ansprache die Mannschaft: "Was für die Auer Bereitschaft in besonderem Maße gilt: Sie setzt neben den bekannten Grundsätzen des Roten Kreuzes, also Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität auch noch drei weitere ganz spezifische Grundsätze um. Damit meine ich die Kameradschaftlichkeit, Hilfsbereitschaft und Zuverlässigkeit."

Ehrungen für langjährige Mitglieder der BRK Bereitschaft Au

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurden am 10. Februar einige langjährige Mitglieder geehrt. Bereits seit vielen Jahren leisten die "40-jährigen" Damen, wie es stlv. Kreisbereitschaftsleiter Gerhard Kapfhammer ausdrückte, ihren ehrenamtlichen Dienst in der Bereitschaft Au. Hedwig Hölzl und Rosa Rösler bekamen hierfür neben der Auszeichnungsspange für 40 Dienstjahre einen Blumenstrauß von den Führungskräften überreicht. Auf ebenso viele Dienstjahre können Anton Westermeier sen. und Helmut Strauß zurückblicken und wurden natürlich dafür ebenfalls geehrt. Hans Teibl durfte die Auszeichnung für 35 Jahre entgegennehmen. Seit fünf Jahren ist Hubert Ammer Mitglied der Bereitschaft und erhielt dafür ebenfalls eine Urkunde und eine Auszeichnungsspange. Die Bereitschaftsleitungen gratulierten mit allen anwesenden Mitgliedern ihren Kameradinnen und Kameraden herzlich zu diesen Auszeichnungen und wünschten sich noch viele weitere Jahre im Dienst für die Allgemeinheit. Sandienst bei Holledauer Fiedel

Sanitätsdienste bilden Schwerpunkt

Einen Schwerpunkt der Aktivitäten der Auer Sanitäterinnen und Sanitäter bildeten naturgemäß diverse Sanitätsdienste im näheren und weiteren Umkreis des Marktbereiches Au-Hallertau. Hier ist eine Zunahme auf fast 1000 geleistete Stunden zu verzeichnen. Neben örtlichen Anforderungen bei diversen Discoparties, Hopfen- oder Volksfesten, Wallfahrten, Reitveranstaltungen usw. stehen die Auer auch bei überregionale Einsätzen wie dem Sonnenrotfestival in Eching, Diensten in der Münchner Allianzarena oder auf der Wiesn'-Wache zum Oktoberfest ihren Mann bzw. ihre Frau. Einige Großveranstaltungen wie "Laufen statt Saufen" und das "Bierfestival" in Attenkirchen oder der sich über mehrere Wochenende hinziehende "Holledauer Fidel" forderten dabei die Bereitschaft bis an ihre Leistungsgrenzen. Die notwendige Anzahl an Personen und die Häufigkeit, in der diese ehrenamtlich zur Verfügung stehen müssen, hatte in diesem Jahr mehrmals fast das Limit dessen erreicht, das in Au machbar ist.

Ausbildung hat hohen Stellenwert

Übung an der Amper in Thurnsberg Knapp 900 Stunden wurden für die Aus-, Fort-, und Weiterbildung der BRK-Mitglieder und der Bevölkerung in der Breitenausbildung aufgewandt. Das zu absolvierende Spektrum reichte hierbei von diversen örtlichen und überörtlichen Einsatzübungen, Besichtigungen der Notaufnahme des Klinikums Freising und der neuen Integrierten Leitstelle in Erding über die "herkömmlichen" Ausbildungsabende, Erste-Hilfe-Kurse bis hin zu Vorträgen über den Umgang mit dementiellen Erkrankungen und den Anforderungen des Suchdienstes.

HvO (Helfer vor Ort) und Rettungsdienst – starke Zunahme der Dienste

Einen neuen Höchststand an Einsätzen hatte die HvO-Gruppe zu verzeichnen. 175mal, d.h. nahezu jeden 2. Tag rückten die Helfer mit dem im BRK-Heim stationierten kreisverbandseigenen Rettungswagen aus, um eine qualifizierte Erstversorgung bei Notfällen sicher zu stellen, eine erste Lagemeldung an die Integrierte Leitstelle in Erding durchzugeben und die immer mit alarmierten Kollegen des regulären Rettungsdienstes vor Ort zu unterstützen. Diesen Dienst übernehmen einige wenige Mitglieder der Bereitschaft, die maximal 2 km entfernt vom Stellplatz des RTW wohnen und spezifisch für diesen Dienst geschult wurden oder durch ihren Beruf z.B. als Rettungsassistent bestens qualifiziert sind.
Zusätzlich übernehmen vier Mitglieder der Bereitschaft auch immer wieder Schichten im regulären Rettungsdienst der Rot-Kreuz-Wachen in Freising, Moosburg und Mainburg.

Großzügige Spender unterstützen BRK-Bereitschaft

Übergabe von neuem Notfallrucksack Im vergangenen Jahr konnten dank großzügiger Spenden einige Wünsche der BRK-Bereitschaft verwirklicht werden. Viele hier ungenannte Auer Bürgerinnen und Bürger stellten finanzielle Mittel zu Verfügung, sodass wir z.B. endlich über eine zweite komplette Ausrüstung (Rettungsrucksack mit Sauerstoff, Pulsoxymeter, Intubationsmaterial, Verbandsstoffe usw) für Sanitätsdienste und Notfalleinsätze verfügen. Bislang mussten wir bei parallelen Veranstaltungen immer improvisieren – das ging auch, aber die neue Situation erleichtert die Tätigkeit um ein Vielfaches! Eine solide Grundlage hierfür hatten die Inhaber der Schreinerei Kögl und des Malerbetriebs Ulrich Holzmaier bereits im Frühjahr 2010 gelegt, als sie dankenswerterweise die Kosten für den Rettungsrucksack übernahmen.
Hoagarten in Auer Weinstubm Weiterhin konnte dank der Spendenbereitschaft ein neuer AED (Automatischer Externer Defibrillator) finanziert werden. Als Grundstock hierfür diente der Gewinn beim Vereinsrennen von "Schramm's". Sehr hilfreich für diese Anschaffung waren auch die Einnahmen beim "Hoagartn" in der "Auer Weinstub'n", bei dem sämtliche Musikanten kostenlos aufspielten.
Mit dem Flughafen München, der Druckerei Butt, Fliesen Artis, der Sparkasse Au und der Raiffeisenbank Au standen uns weitere Sponsoren hilfreich zur Seite.
Auch von dieser Stelle nochmals allen genannten und ungenannten Spenderinnen und Spendern ein herzliches DANKE SCHÖN für ihre großzügigen Gaben!

Was hat die Bereitschaft noch beschäftigt?

Ferienspiele Selbstverständlich gab es in 2010 weitere wichtige Begebenheiten, Begegnungen und Veranstaltungen, die aber nicht alle aufgezählt werden können. Lediglich zwei Highlights sollen hier noch genannt werden:
Auch in diesem Jahr veranstaltete die Bereitschaft (in Zusammenarbeit mit dem örtlichen JRK) wieder einen Programmpunkt bei den Ferienspielen des Marktes Au. Gut 50 Kinder forderten am 18. August einen Nachmittag lang 15 Betreuerinnen und Betreuer heraus – Spaß hat es allemal gemacht!

Links neuer, rechts alter RTW Anfang September verlor unser RTW plötzlich in einer Nacht von Samstag auf Sonntag massiv Öl. Alle befragten Mechaniker rieten am Sonntag Vormittag dringend von einer weiteren Benutzung des Wagens ab. Allerdings stand am Abend bereits wieder ein "Fidel-Dienst" an und in den darauf folgenden Wochen waren diverse Dienste geplant, bei denen ein RTW mit eingesetzt werden musste. Was tun? Glücklicherweise stand in der Katastrophenschutzhalle des Kreisverbandes FS in Marzling ein vom Rettungsdienst ausgemusterter RTW, der planmäßig im Oktober oder November nach einer Sanierung und diversen Reparaturen der Bereitschaft übergeben werden sollte. Nach Rücksprache der stlv. Bereitschaftsleiterin Gisela Streitberger mit Kreisbereitschaftsleiter Martin Bengler (Konrad Hofmaier befand sich zu der Zeit im Ausland) startete noch vor dem Mittag eine äußerst intensive und arbeitsreiche gemeinsam Aktion: Der "neue" RTW wurde abgeholt und vom Kreisbereitschaftsleiter übergeben; eine Mannschaft hatte zwischenzeitlich in Au begonnen, das Material des defekten RTWs auszubauen und für den Einbau in den "neuen" RTW vorzubereiten. Beim Eintreffen in Au wurden gemeinsam notwendige Reparaturen am "neuen" vorgenommen, eine komplette Reinigung durchgeführt, BOS-Funk eingebaut, Material aufgefüllt, notwendige Vorrichtungen für unsere Materialen angebracht usw. Letztendlich konnte dank der kameradschaftlichen und engagierten Zusammenarbeit noch am selben Tag der "RotKreuz Freising 41/71/1" (Funkrufname des Fahrzeugs) wieder in Dienst gestellt werden. Weitere Arbeiten, durch die der RTW für die spezifischen Belange der Auer Bereitschaft angepasst wurde, erfolgten nach und nach in den darauf folgenden Wochen.

Ausklang

Konrad Hofmaier bedankte sich abschließend herzlich für den Zusammenhalt und die Übernahme der zahlreichen Dienste bei allen Mitgliedern und ganz besonders bei seiner Vertretung Gisela Streitberger. Sein Wunsch für das kommende Jahr: Weiterhin ein gelingendes Zusammenarbeiten; etwas weniger Einsätze und Dienste, damit auch Zeit für entspannte Abende im BRK-Freundeskreis bleibt und neue begeisterungsfähige Menschen, die sich der Gemeinschaft anschließen wollen.

Bericht von EL

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